Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Siersburg

Bevor in Büren, Itzbach und Siersdorf ( damals noch drei eigenständige Gemeinden ) eine freiwillige Feuerwehr bestand, wurden vor der Gründung die ersten Geräte zur Brandbekämpfung bei einer Dorfschmiede in Büren abgestellt. Hierfür stellte Franz Ehre seine kleine Schmiede im Kreuzungsbereich der heutigen Haupt.-und Bahnhofstraße zur Verfügung. Später entstand an dieser Stelle die Schreinerei Theobald. Aus der ursprünglichen Dorfschmiede und der darauf folgenden Schreinerei wurde später die „Ratsschenke“ , dann das Gasthaus „Zum Moses“. Und jetzt „Havanna“.

Ende des 19. Jahrhunderts gab es bereits eine Handdruckspritze sowie eine Anzahl von Ledereimern und Steigleitern. Diese Gerätschaften wurden von dem oben genannten Schmied, Franz Ehre, und dem Schlosser, Mathias Jager, gewartet. Diese beiden Männer waren sozusagen die Gerätewarte der ersten Stunde. Für diese beiden Handwerker und ihre Kollegen war es nach überlieferten Berichten selbstverständlich, sich bei einem Brand in den gemeinsam zur Pfarrei Itzbach gehörenden Gemeinden einzufinden.

 

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Das Bild zeigt die beiden Inhaber der Schmiede mit Ihren Mitarbeitern

 

 

Ein Spritzenhaus in Büren

Noch bevor für die drei Gemeinden eine gemeinsame freiwillige Feuerwehr bestand, wurde im Jahr 1893 das erste Spritzenhaus in Büren erbaut. Es stand in der jetzigen Bahnhofstrasse, exakt gegenüber dem heutigen „Stefans Cafe“ damals „Cafe Tull-Scherer“. Durch das breite Tor konnte die wertvolle „Handdruckspritze“ geschoben werden. Im rückwärtigen Teil des Gebäudes wurde ein kleines „Kittchen“ (Gefängniszelle) eingerichtet. Es hört sich anachronistisch an, dass noch nach dem zweiten Weltkrieg Personen hier vorübergehend in Gewahrsam genommen wurden. Das Gebäude wurde in den 60er Jahren wegen Einsturzgefahr abgerissen. Als Kinder, die Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre geboren wurden, hatte man uns immer vom Hexenhäuschen erzählt. Es war ein Ort der unbedingt gemieden werden soll. Das Gebäude hatte so was von einem Geisterschloss.

 

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Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Büren-Itzbach-Siersdorf

Für Siersburg ist es ein historisches Ereignis, dass sich nur wenige Tage vor dem Ende des 19. Jahrhunderts , nämlich am 25. Dezember 1899 , genau 20 Bürger zusammenfinden, um eine freiwillige Feuerwehr zu gründen. Damals war Siersburg noch keine einheitliche Gemeinde. Büren, Itzbach und Siersdorf waren vielmehr selbstständige Gemeinden , die kirchlich allerdings in der Pfarrei Itzbach vereint waren. Es spricht für den guten Gemeinschaftsgeist der Gründer, dass man die neue Wehr „Freiwillige Feuerwehr Büren-Itzbach-Siersdorf“ nannte. Im Gegensatz zu verschiedenen Vereinen (selbst nach dem II. Weltkrieg) gab es in dieser Wehr niemals Bestrebungen, diese Einheit ortsteilmäßig zu verändern. Es spricht auch für die Kontinuität der Wehr, dass Nachfahren von sechs Mitgründern heute noch der Wehr angehören, so dass die „Familientradition“ hier sprichwörtlich ist.

 

Gründer der ersten freiwilligen Feuerwehr waren

BERRETZ Eduard   18.10.1877 - 13.03.1945  
BIWER Peter   17.08.1874 - 10.07.1937  
EBERSCHWEILER Mathias   25.03.1874 - 13.09.1924  
EHRE Franz   11.11.1848 - 01.04.1927  
FEITH Peter   28.01.1972 - 27.01.1948  
GREIN Nikolaus   23.08.1873 - 27.11.1952  
HÖHN Johann   20.01.1860 - 01.03.1933  
JAGER Jakob   27.06.1850 - 03.02.1931  
JAGER Mathias   30.11.1866 - 01.03.1929  
JAGER Karl   23.05.1860 - 31.08.1928  
MAGAR Mathias   15.08.1859 - 20.10.1939  
MÜLLER Adam   22.11.1875 - 17.08.1954  
MÜLLER Johann   15.05.1874 - 02.06.1919  
MARSCHALL Jakob   09.09.1869 - 19.11.1923  
SCHOLTES Johann   09.10.1876 - 09.09.1916 (gefallen)
SCHWARZ Michel   16.02.1881 - 11.08.1954  
SERWE Johann Peter   25.07.1865 - 02.02.1933  
THEOBALD Jakob   03.01.1870 - 27.02.1949  
WILL Franz   08.06.1858 - 22.02.1946  
ZENNER Josef   28.08.1874 - 24.11.1952  

 

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Am 15. Januar 1900 wurde die neue Wehr durch den Regierungs-Präsidenten in Trier bestätigt. Zum ersten Brandmeister wurde Jakob Jager ernannt. Er führte die Wehr allerdings nur kurze Zeit. Sein Nachfolger wurde Karl Jager, bis 1907 erster Brandmeister. Das Interesse in den drei Orten, an der Arbeit der Wehr, war groß. Bereits nach kurzer Zeit gehörten fast 60 Mann der Feuerwehr an. Durch die Unterstützung der Gemeinderäte wurden die Wehrleute schnell mit Rock, Koppel und Lederhelm ausgestattet. Ein wesentlicher Bestandteil der Ausrüstung war das Horn. Der Hornist hatte die Aufgabe, schnell durch die drei Dörfer zu eilen, um die Wehrmännern beim Ernstfall zusammen zu rufen. Für den Hornist war es ein enormer Fortschritt, als er nach Jahren ein Fahrrad benutzen konnte, um schneller durch die weitverzweigten Straßen eilen zu können.

1907 folgte Mathias Eberschweiler , der vor allem den Verdienst hatte, die durch den ersten Weltkrieg (1914 -1918) zerschlagene Wehr wieder zu einem funktionierenden Löschwesen aufgebaut zu haben.

Der Krieg hatte auch Lücken in den Reihen der Wehrmänner geschlagen. Vom 1. Januar 1922 ab übernahm Adolf Scholtes die Wehr. Mehr als drei Jahrzehnte wurde sie von ihm umsichtig und geschickt geführt. In seine Dienstzeit fiel auch die Durchführung des Kreisfeuerwehrfestes, das 1932 in Siersburg stattfand und eines der bedeutendsten Feste der letzten Jahrzehnte in dem Nieddorf war.

 

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Die Bilder zeigen die Übung Ecke Hauptstraße-Bahnhofstraße, Festzug durch die Hauptstraße oberhalb von Stefans Backstube.

 

 

Das preußische Feuerlöschgesetz

Durch die Rückgliederung des Saargebietes in das Deutsche Reich ergaben sich auch beim Feuerlöschwesen wesentliche Änderungen. So wurde bei uns am 1. August 1935 das preußische Feuerlöschgesetz eingeführt. Damit war zum ersten Mal eine einheitliche gesetzliche Regelung auf dem Gebiet des Feuerschutzes vorhanden. In kürzester Zeit vollzog sich ein einheitlicher Aufbau des Feuerlöschwesens. Die Kreisfeuerwehrverbände bildeten zusammen den saarländischen Landesfeuerwehrverband. Der Landesfeuerwehrverband errichtete auch eine eigene Landesfeuerwehrschule bei der Berufswehr in Saarbrücken.

 

Freiwillige Feuerwehr Siersburg

Durch dem Zusammenschluß der drei Orte Büren, Itzbach und Siersdorf , am 1. April 1937 zur Gemeinde Siersburg endete der frühere Feuerwehrbezirk. An seine Stelle trat die „Freiwillige Feuerwehr Siersburg“. Siersburg gehörte zur Amtswehr Rehlingen, die von Hauptbrandmeister Jakob Hönigfeld geleitet wurde. Adolf Scholtes erhielt als Führer des Löschzuges Siersburg die Bezeichnung Oberbrandmeister. In Fremersdorf und Rehlingen bestanden Löschzüge, in Eimersdorf ein Halbzug.

In den dreißiger Jahren gab es nicht nur gesetzliche und organisatorische Änderungen. Der technische Standard der Wehren wurde ebenfalls verbessert. Beim Brand 1935 auf der Heßmühle wurde zum letzten Mal die alte Handdruckspritze eingesetzt. An ihre Stelle trat eine Motorkraftspritze. An die Anschaffung eines Löschfahrzeuges dagegen war noch lange nicht zu denken.

 

Einsatz der Jugend im zweiten Weltkrieg

Im September 1939 wurde unser Gebiet, die sogenannte „rote Zone“ zwischen Westwall und Maginotlinie, geräumt. Der zweite Weltkrieg brach aus. Die Bevölkerung wurde bis zur zweiten Jahreshälfte 1940 überwiegend in Thüringen evakuiert. Ein beachtlicher Teil der Wehrmänner wurde zur Wehrmacht einberufen. Es kam deshalb auch in Siersburg zur Bildung einer Hitlerjugend Feuerwehr, die schon recht bald ihre Feuerprobe nach den Bombardements der alliierten Flieger bestehen mußte. Die von Herbert Grein geführte Gruppe wurde unter anderem in Völklingen, Saarlouis, Fraulautern und in Dillingen eingesetzt. Die zweite Evakuierung 1944/45 (ein großer Teil der Bevölkerung blieb in den Stollen des Gauberges zurück), das Einrücken der Amerikaner und das Kriegsende am 8. Mai 1945 bedeuteten zunächst das Ende der freiwilligen Feuerwehren.

 

Das chaotische Ende des zweiten Weltkrieges hatte die Feuerwehr Siersburg ebenfalls zerschlagen. Eine Reihe von Wehrmännern kehrte aus dem Krieg nicht mehr zurück. Nach dem Zusammenbruch gab es jedoch bald wieder einen Aufbruch zum neuen Aufbau der Wehr. Es war für Wehrführer Adolf Scholtes keine leichte Aufgabe, die er aber glänzend zu lösen verstand. Der Zusammenbruch hatte den Geist der tätigen Nächstenliebe nicht vernichten können. Bei den ersten Brandeinsätzen nach dem Krieg mußte die Motorspritze immer noch von Hand gezogen werden.

 

Neubeginn nach 1945

Allmählich normalisierten sich wieder einigermaßen die Verhältnisse. Den amerikanischen Streitkräften folgten die französischen Truppen. Man hatte jetzt vor der Trikolore die Mütze zu ziehen. Langsam bildeten sich wieder die freiwilligen Feuerwehren. Sehr nachteilig wirkte sich vor allem die mangelnde technische Ausrüstung aus. Doch es gelang allerdings sehr gut mit Provisorien zurecht zu kommen, so dass es irgendwie immer klappte.

 

Die Motorspritze, vor allem aber der Leiterwagen, mussten immer noch von Hand gezogen werden. Wer damals einen Einsatz, beispielweise in Itzbach, mitgemacht hatte, wusste welche Muskelkraft notwendig war, um die Geräte von der Bahnhofsnähe bis zu unserer Pfarrkirche zu schaffen. Genau so schwierig war das Abbremsen, wollte man sich und die Gerätschaften heil hinunter bis zur „Borrgaß“ (Dechant Held Strasse) bringen.

 

Eine Reihe von Jugendlichen trat unmittelbar nach Kriegsende in die Wehr ein. Der Gemeinderat hatte das Ziel, der Wehr nach und nach die Ausrüstung zu verbessern. Dazu zählte auch die Ausstattung mit neuen Uniformen. Die Wehr konnte jetzt wieder einheitlich auftreten. An den Kreisfeuerwehrtagen, wie beispielweise 1953 in Saarwellingen, nahm die Wehr geschlossen teil.

 

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Ein viel zu klein gebautes Spritzenhaus (Eine wahre Geschichte)

Das 1893, für Büren Itzbach und Siersdorf, erbaute Spritzenhaus in der heutigen Bahnhofstrasse erwies sich nun zu klein, um ein geplantes Löschfahrzeug (LF 8) zu stationieren. Deshalb begann die Planung für ein neues Gerätehaus. Als neuer Standort wurde in der Hauptstraße,  Ecke Brunnenstraße(jetzt Zum Campingplatz)  mit den Bauarbeiten begonnen (gegenüber der ehemaligen Holzhandlung Reiter, jetzt Plus Markt). Die Einweihung fand am 15.06.1952 feierlich statt.

 

Es wäre bis heute noch ein idealer Standort für ein solches Gebäude, aber leider stellten die Verantwortlichen dann fest: „Das neugeplante Löschfahrzeug passt nicht durch das zu enge Tor und somit nicht in das neue Spritzenhaus“.  So hatte sich der Neubau als Schildbürgerplanung erwiesen. Nach vielen Diskusionen und Schuldzuweisungen wurde das Gebäude später wieder abgerissen.

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Das Bild zeigt die feierliche Einweihung des neuen Gerätehauses im Jahr 1952.

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Zeitungsausschnitt aus dem Jahr 1955.

 

 

Das erste Löschfahrzeug

Der Amtsbezirk Siersburg, zu dem damals alle Ortschaften der heutigen Gemeinde Rehlingen-Siersburg gehörten, schaffte 1954 erstmals ein Löschfahrzeug (LF 8) an. Das Fahrzeug wurde in Siersburg stationiert. Da das neue Feuerwehrgerätehaus – wie von den Wehrleuten vorausgesagt – für die Unterbringung zu schmal war, musste die Scheune des Gipsermeisters Jakob Straßel in der Hauptstrasse angemietet werden. Beim damaligen Bürgermeister, Michel Cavelius, und Amtsvorsteher, Alfred Puhl, gab es mächtigen Ärger. Sie hatten sich auf die von einem Kreisbaumeister vorgelegte Planung verlassen.

Das Fahrzeug der Marke „Citroen“ war schwer und robust, so dass es nur langsam auf Touren kam. Dennoch war es ein ungeheurer Fortschritt, die Wehrmänner mit dem Fahrzeug zu befördern und die Motorspritze incl Leiter zu transportieren. Das Interesse der Jugend wurde durch das neue Fahrzeug besonders geweckt. Die Siersburger Wehr wurde nun auch wegen des neuen Fahrzeuges stärker als bisher zur Nachbarhilfe bei Bränden eingesetzt.

Im Juni 1954 wurde von Wehrführer Adolf Scholtes und unserem Kameraden Manfred Biltzinger , bei der Firma Jacob im saarländischen Neunkirchen, das LF 8 entgegen genommen. Das Fahrzeug hatte zunächst das typische saarländische Kennzeichen 2669-OE 6.

Nach der politischen Rückgliederung unseres Landes in die Bundesrepublik Deutschland bekam das Fahrzeug das amtl. Kennzeichen SLS-257.

 

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Wechsel in der Wehrführung durch Erwin Scholtes

Nach dem Tod von Adolf Scholtes übernahm dessen Sohn, Erwin Scholtes, die Geschicke der Wehr. Erwin führte mit besonderer Tatkraft den Aufbau der Wehr weiter. Er legte besonderen Wert auf die Jugendarbeit, um so rechtzeitig Nachwuchs in der Wehr zu haben. Dabei wurde er von Gregor Poncelet wirkungsvoll unterstützt. Stellvertretender Wehrführer war Johann Biltzinger von Februar 1949 – November 1955.

 

Kreisfeuerwehrtag in Siersburg

Vom 30. Juni bis 2. Juli 1962 feierte die Siersburger Wehr ihr 60-jähriges Bestehen. Der Grund für das verspätete Jubiläum waren die Bemühungen, den VI. Kreisfeuerwehrtag 1962 ausrichten zu dürfen. Damit sollte an den großen Feuerwehrverbandstag 1932 in Siersburg erinnert werden, der genau vor dreißig Jahren hier in Siersburg gefeiert wurde.

 

 

Gründung der Jugendfeuerwehr in Siersburg

In der Bundesrepublik Deutschland wurden 1964 die ersten Jugendfeuerwehren gegründet. Damals erkannte die Führung , auch bei der Siersburger Wehr, rechtzeitig die Jugend für den Dienst in der Feuerwehr zu gewinnen. Unter der Leitung von Erwin Scholtes war es sicherlich eine bescheidene Gruppe, die am 1. Juli 1964 die „Jugendfeuerwehr Siersburg“ bildete.

Die Jung´s der ersten Stunde waren Friedhelm Axmann, Norbert Garhammer, Norbert Poncelet und Herbert Riga. Im April 1965 kamen Andreas Foster, Werner Kerber und Armin Poncelet hinzu. Im Juni 1965 kamen dann noch Wolfgang Ball und Michael Schmitz dazu. Am 1. Januar 1966 trat Reinhold Jager in die Siersburger Jugendwehr ein(amtierender Wehrführer der Gemeinde Rehlingen-Siersburg).

 

Wechsel in der Wehrführung durch Lothar Quinten

Nachfolger von Erwin Scholtes wurde am 23.Januar 1971 Lothar Quinten. Auch bei ihm gehörte der Feuerwehrdienst zur Familientradition. Sein Vater, Nikolaus Quinten, war jahrzehntelang Mitglied der Wehr. Stellvertretender Löschbezirksführer war von 1962 an Manfred Biltzinger, der Sohn von Johann Biltzinger. Lothar bemühte sich, wie sein Vorgänger, um einen neuen geeigneten Standort für die Feuerwehr. 1963 wurde vom Gemeinderat zwar ein Beschluß gefasst, das neue Gerätehaus in der Strasse „Am Rathaus“ zu errichten(neben dem ehemaligen Zahnarzt Schröder), jedoch war Dies kein idealer Standort für solch ein Gebäude. Somit fiel die Planung damals unter den Tisch.

Eine vorrübergehende Bleibe ergab sich dann in der Bahnhofstrasse in einem Gebäude neben dem Anwesen Günter Kretzschmar. Die Räumlichkeiten wurden einige Jahre von der Feuerwehr, dem Roten Kreuz und dem Bauhof der Gemeinde genutzt. Auch dies war für keine der Beteiligten eine ideale Lösung. Schließlich ergab sich dann die Möglichkeit, auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei Kiefer-Krotten den Bauhof und die Feuerwehr dauerhaft unterzubringen. Standorte, wie gegenüber der „Kanone“, bei der „Niedtalhalle“ oder „Auf der Hardt“ wurden im Vorfeld verworfen. Als das Ziel des Neubaues 1986 erreicht wurde, war Lothar Quinten nicht mehr Löschbezirksführer. Lothar Quinten und Manfred Biltzinger, legten ihr Amt, aus gesundheitlichen Gründen 1982 nieder.

 

Gebiets- und Verwaltungsreform 1974

Am 1. Januar 1974 trat im Saarland die Gebiets- und Verwaltungsreform in Kraft. Zum gleichen Zeitpunkt verlor die freiwillige Feuerwehr Siersburg ihre Selbstständigkeit. Von nun an wurden alle zehn Löschbezirke unter dem Namen „Gemeindewehr Rehlingen“ geführt. Nach damaligen zum Teil heftigen Rangeleien wurde die Gemeinde, als auch die Feuerwehr in Rehlingen-Siersburg umbenannt. Dies geschah am 4.August 1987.

Im Jahr 1975 feierten unsere Kameraden ihr 75 jähriges Bestehen vom 14.-17.Juni 1975. Es war ein großartiges Fest, welches von Lothar Quinten bestens vorbereitet wurde. Auch feierten die Kameraden den 2. Gemeindefeuerwehrtag.

 

Neues Löschfahrzeug 1976

Nach jahrelangen Bemühungen wurde es im Jahre 1976 endlich Wirklichkeit. Der Löschbezirk Siersburg erhielt das lang ersehnte neue Löschfahrzeug (LF 16). Der „alte Citroen“, wie er liebevoll genannt wurde, hatte ausgedient.

Mit dem neuen Fahrzeug verband sich technische Qualität in Fahrgestell und Ausstattung. Der Mercedes-Benz 1113 verfügte über 130 PS und ein geländetaugliches Fahrwerk. Somit waren Einsätze abseits der geteerten Straßen kein Problem mehr. Außerdem besaß das Fahrzeug einen 1.320 L Wassertank, womit die erste Brandbekämpfung ohne Hydrant oder offenes Gewässer möglich war. Der feuerwehrtechnische Aufbau wurde von der Firma Metz geliefert.

 

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Das Bild zeigt unseren LF 16 im Jahr 1986 vor dem neuen Feuerwehrgerätehaus.

 

 

Gregor Poncelet wird neuer Löschbezirksführer

Nachfolger von Lothar Quinten wurde am 1. Juli 1982 Gregor Poncelet. Als langjähriges Mitglied der Feuerwehr gelang ihm mühelos der Übergang als neuer Löschbezirksführer. Als Stellvertreter wurde Werner Kerber gewählt. In dieser Zeit war es die Hauptaufgabe den Neubau des Feuerwehrgerätehauses mit zu planen und die Wünsche der Wehrleute der Gemeindeverwaltung darzulegen. Es war keine leichte Aufgabe, über die noch viel zu erzählen wäre. Bei der Einweihung, am 17. Oktober 1986 übergab der Bürgermeister Werner Raber, in Anwesenheit der Wehrmitglieder, des Kreisbrandinspekteurs Raimund Thomaser und des Gemeindewehrführers Josef Jung, den symbolischen Schlüssel an Gregor Poncelet. 1988 legte er sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder.

 

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Das Bild zeigt den Rohbau unseres Gerätehauses im Jahr 1985.

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Fertigstellung unseres Gerätehauses im Jahr 1986

 

 

Herbert Feith als neuer Löschbezirksführer

Herbert Feith, dessen Großvater Peter Feith bereits zu den Gründern der Feuerwehr Büren-Itzbach-Siersdorf gehörte, hat offensichtlich von seinen Vorfahren die Liebe und Treue zur Feuerwehr geerbt. Am 28. Oktober 1988 wurde er zum Löschbezirksführer ernannt. Sein Stellvertreter war Andreas Weber und später  Werner Kerber. Herbert Feith  verstand sich prächtig mit seinen Kameraden. Zur Jugendwehr zeichnete ihn ebenfalls ein gutes Verhältnis aus. Während seiner Amtszeit erhielt die Wehr im Jahr 1990 eine Anhängeleiter (AL 16/4). Mit dieser Leiter waren nun größere Höhen einfacher zu erreichen. Nur der recht mühselige Aufbau durch Muskelkraft war ein Nachteil.

 

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Werner Kerber neuer Löschbezirksführer

Am 4. Februar  1996 wurde Werner Kerber als neuer Löschbezirksführer ernannt. Sein Stellvertreter war Wolfgang Biltzinger. Werner Kerber war fachlich sehr kompetent und ihn zeichnete vor allem die Art aus, mit Menschen sehr gut umzugehen.

Da der mittlerweile in die Jahre gekommene LF 16 nicht mehr dem neusten Stand der Technik entsprach, begann die Planung für ein moderneres Löschfahrzeug, welches einen größeren Löschwassertank, ein besseres Fahrwerk und den gestiegenen Anforderungen an Gerät besitzen sollte. Somit war unsere Wehrführung gefragt, und auch die Mannschaft,  ein optimales Fahrzeug auf dem Papier  zu konstruieren. Es gelang, und das freute Werner Kerber sehr, dass das Fahrzeug, ein TLF 16/25 (MAN 14-284) Baujahr 2000, rechtzeitig vor den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Wehr, von Bürgermeister Martin Silvanus, übergeben werden konnte.

 

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Das Bild zeigt die Einweihung des neuen TLF 16/25 im Jahr 2001.

 

 

Das große Jubiläumsfest zum 100-jährigen Bestehen, 15. Juni – 17. Juni 2001, war im Vorfeld eine große Herausforderung für alle. Festschrift, Organisation des Festes usw. Es war ein wunderbares und sehr großes Fest, bei dem alle Gäste und auch wir auf unsere Kosten kamen.

 

 

Hier noch ein Foto der LBZ Führer von 1922 bis 2008.

 

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Andreas Weber neuer Löschbezirksführer

Er übernahm, mit Stellvertreter Michael Geimer, im März 2008 die Wehr. Nach 12 Jahren Wehrführung von Werner Kerber war Werner der Meinung, es sei an der Zeit, dass nun ein Anderer die Wehr leiten sollte. Und so ist es bis Heute.

 

 

Gruppenfoto aller aktuellen und ehemaligen Jugenwehrmitglieder anno 1999

zum Anlaß 35 Jahre Jugendwehr Siersburg

 

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Zusammengestellt und geschrieben, im September 2009, von Wolfgang Biltzinger.

Quellen: Festschriften aus den Jahren 1975, 1985 und 2001.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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